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Züchtung medizinischer Blutegel als Fertigarzneimittel

Arthrose des Daumensattelgelenkes

Rhizarthrose

Für zwei naturheilkundliche Studien - Blutegel und Hyperthermie - suchen wir Teilnehmer zwischen 30 und 85 Jahren mit einer ärztlich gesicherten Rhizarthrose. mehr »

Hirudotherapie - Ein Handbuch zur Blutegel-Therapie
 

Hirudotherapie,
Ein Handbuch zur Blutegel-Therapie

Dominique Kaehler Schweizer & Magdalene Westendorff

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So hilft Ihnen die Blutegel-Therapie
 

„So hilft Ihnen die Blutegel-Therapie“
Neuerscheinung 2. Auflage
Frau Dr. med. Claudia Moser,
Frau Karla Moser

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Das Gebot in diesen Tagen, dem Raubbau Lebewohl zu sagen, bewog uns diesen Wurm zu züchten, ohne dass wir ihn zugrunde richten.

Zwei Blutegel

Um der Natur ne` Chance zu lassen, versuchen wir uns anzupassen, da wurde dieses Team beflügelt und hat eine Laborzucht ausgeklügelt.

Hirudo medicinalis

nach Linnaeus, 1758

 

Beschreibung:

große Egel, gestreckt bis etwa 20 cm lang; Dorsale bräunlich bis olivgrün mit drei Paaren rötlicher Streifen, Streifen des innersten Paares am breitesten, gelegentlich kleine schwarze Punkte einschließend, jeder Streifen des mittleren Paares umschließt segmental tropfenförmigen schwarzen Fleck, Streifen des äußeren Paares am schmalsten und an ein gelbes Seitenband grenzend; Ventrale gelblichgrün mit schwarzen Flecken in unregelmäßiger Form und Anzahl

Biologie

typischer Bewohner von Standgewässern und Sümpfen, besiedelt Altarme und makrophytenreiche, warme Kleingewässer, auch in Sekundärgewässern; verträgt bei noch hoher Bodenfeuchtigkeit eine Austrocknung des Gewässers;

ernährt sich parasitisch von Wirbeltierblut (Fische, Amphibien, Säugetiere); vermutlich stellen Amphibien die Hauptnahrungsquelle dar, da die Egelart meist an sehr amphibienreichen Gewässern lebt; nach einer Blutmahlzeit können die Egel bis 24 Monate hungern, selbst frisch geschlüpfte Jungtiere überleben über ein halbes Jahr ohne Nahrungsaufnahme;

durch Besitz kräftiger Kiefer vermutlich vor Übergriffen durch andere Egelarten (z.B. Haemopis sanguisuga) geschützt;

Geschlechtsreife stark vom Ernährungszustand abhängig; in der Natur erst mit drei Jahren; Ablage der ca. 2 cm langen, eiförmigen, mit einer schwammartigen Hülle umgebenen Kokons in feuchter Ufererde oberhalb der Wasserlinie von August bis Oktober, Entwicklung der Jungtiere im Kokon reichlich vier Wochen, Schlupf oft erst im darauffolgenden Frühjahr durch Öffnung der Polstellen; Anzahl der Kokons pro Gelege 2-5, Anzahl der Egel pro Kokon 5-20; Jungtiere bereits mit typischer Zeichnung, farblich etwas heller als adulti

Verbreitung:

Europa, nördlich bis Südskandinavien, durch den intensiven Blutegelhandel im 19. Jahrhundert und die damit verbundene Verwilderung von Blutegeln lässt sich keine autochthone Verbreitung angeben, wahrscheinlich umfasste das ursprüngliche Areal den westlichen Mittelmeerraum und Mitteleuropa; nicht bekannt von Irland, Portugal und Island;

ältere Angaben zum Auftreten der Art oft unsicher, da häufig mit Haemopis sanguisuga verwechselt und lange Zeit nicht konsequent von Hirudo verbana getrennt

Bedeutung:

seit Jahrtausenden medizinisch genutzt zur Bekämpfung von Thrombosen, Embolien und entzündlichen Prozessen, heute Anwendung vor allem in der Naturheilkunde, in der Mikrochirurgie, in der plastischen und rekonstruktiven Transplantationschirurgie (Verhinderung von Blutstauungen, Verbesserung des Blutflusses und dadurch Verbesserung der Sauerstoffversorgung);

guter Indikator für besonders wertvolle Sumpf- und Auengewässer, kein Zusammenhang zwischen Auftreten und Saprobie nachgewiesen

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Carl von Linné
(Carl Nilsson Linnæus)